Am 8. März feiern wir wieder den Internationalen Frauentag – einen Tag, der weltweit dazu dient, auf die Rechte von Frauen aufmerksam zu machen, Errungenschaften zu würdigen und für echte Gleichstellung zu kämpfen. Auch wir als Grüner Ortsverband Teltow setzen uns jeden Tag für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sozialem Status – die gleichen Chancen und Rechte haben.
Der Frauentag erinnert uns daran, wie dringend nötig es ist, bestehende Ungleichheiten nicht nur zu benennen, sondern endlich zu überwinden. 2026 tut er das mit besonderer Dringlichkeit: In einer Zeit, in der Frauenrechte weltweit unter Druck geraten, rechtspopulistische Bewegungen Gleichstellungsgewinne zurückzudrehen versuchen und der Gender Pay Gap in Deutschland hartnäckig bestehen bleibt, ist das kein Tag für Blumen – sondern für klare politische Forderungen.
Wir als Bündnis 90/Die Grünen fordern konkrete Schritte: ein wirksames Entgelttransparenzgesetz mit Zähnen, den flächendeckenden Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten, damit Frauen wirklich frei entscheiden können wie sie arbeiten möchten, und eine konsequente Förderung von Frauen in Führungspositionen – in der Wirtschaft ebenso wie in der Kommunalpolitik. Auch das Thema Gewalt gegen Frauen bleibt für uns zentral: Die Istanbul-Konvention muss vollständig und ernsthaft umgesetzt werden. Jede dritte Frau in Europa ist von Gewalt betroffen – das ist kein Randthema, das ist politischer Handlungsbedarf.
Lokal bedeutet das für uns in Teltow: Gleichstellung fängt im Kleinen an. In den Kindertagesstätten, auf dem Arbeitsmarkt, in den Stadtverordnetenversammlungen und in den Köpfen. Wir sind froh, dass unsere Region in diesen Tagen ein vielfältiges Programm rund um den Frauentag auf die Beine stellt – und freuen uns, auf diese Veranstaltungen hinzuweisen.
Besonders bemerkenswert ist in diesem Jahr der globale Frauengeneralstreik, der für den 9. März 2026 geplant ist – in Anlehnung an den historischen isländischen Frauenstreik vom 24. Oktober 1975, als mehr als 90 Prozent der Frauen des Landes die Arbeit niederlegten und das Land buchstäblich zum Stillstand brachten. Fünfzig Jahre später stellt sich die Frage: Wie weit sind wir wirklich gekommen? Die Antwort darauf kennen wir – und sie spornt uns an.
Lasst uns gemeinsam für die Rechte von Frauen eintreten und die dringend nötigen Veränderungen vorantreiben – für ein gleichberechtigtes und nachhaltiges Miteinander. Heute, morgen und jeden Tag.
Veranstaltungen rund um den Frauentag in unserer Region
📽️ „Ein Tag ohne Frauen“ – Filmabend mit Podiumsgespräch
Donnerstag, 5. März 2026 | 19:00–21:00 Uhr Neue Kammerspiele, Kleinmachnow
Die Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Brandenburg, lädt zu einem Filmabend ein, der die Geschichte des isländischen Frauenstreiks von 1975 in den Blick nimmt – und die Frage stellt, was 50 Jahre später noch zu tun bleibt. Im Anschluss spricht Dr. Uta Kletzing, Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, mit dem Publikum über kollektive Kraft, zermürbende Gegenwart und die Perspektiven feministischer Bewegungen heute. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist möglich.
🎸 Sarah Lesch – „Poesie & Widerstand“
Sonntag, 8. März 2026 | 20:00 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) Stubenrauchsaal, Neues Rathaus, Marktplatz 1–3, 14513 Teltow
Zum Frauentag selbst kommt eine der eindrücklichsten Stimmen der deutschsprachigen Liedermacherszene nach Teltow: Sarah Lesch verbindet in ihrer Tour „Poesie & Widerstand“ Folk, Punk und Gesellschaftskritik zu etwas, das unter die Haut geht. Mit Gitarre, Ukulele und der ihr eigenen Direktheit singt sie über das Große im Kleinen – ohne falsche Kompromisse. Wer ihre Texte kennt, weiß: hier ist nichts belanglos, alles hat Haltung. Tickets für 22 € gibt es ausschließlich unter shop.sarahlesch.de/tickets.
➡️ Zur Veranstaltung auf teltow.de
📖 Katharina Linnepe – „Wenn das Patriarchat in Therapie geht“
Dienstag, 10. März 2026 | 18:00–19:30 Uhr Stubenrauchsaal, Neues Rathaus, Marktplatz 1–3, 14513 Teltow | Eintritt frei
Im Rahmen der 36. Brandenburgischen Frauenwochen unter dem Motto „WTF: Wut trifft Feminismus“ lädt die Gleichstellungsstelle der Stadt Teltow zu einer komödiantischen Lesung der Autorin und Comedienne Katharina Linnepe ein. Anhand fiktiver Therapiesitzungen macht sie patriarchale Strukturen sichtbar – mit Humor, Schärfe und einer klaren Haltung für Gerechtigkeit und Demokratie. Im Anschluss gibt es Raum für Austausch mit dem Publikum und die Möglichkeit, ein signiertes Exemplar zu erwerben.
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