Das Ehepaar Selma und Isidor Schwarz, die Zahnarztfamilie Rosenberg, der Schlachter Hubert Binek, der Steinmetz Friedrich Ksionseck und die Fabrikarbeiterin Hedwig Zuckerer: Sie alle lebten in Teltow und sie alle wurden als Opfer des nationalsozialistischen Terrors verfolgt, entrechtet oder sogar ermordet.
Zu ihrem Gedenken hat Gunter Demnig, der Begründer des Projekts „Stolpersteine“, am 7. März weitere neun der quadratischen Messingblöcke verlegt. Sie verzeichnen unter anderem die Lebensdaten der Verfolgten und wurden am ehemaligen Wohnort in das Straßenpflaster eingelassen.
Rund 50 Menschen begleiteten die Zeremonie, die in der Max-Sabersky-Allee 4 in Seehof begann und dann am ehemaligen Stadthaus an der Potsdamer Straße, im Striewitzweg und an der Saalestraße fortgesetzt wurde. Schülerinnen, Schüler und Studierende aus Teltow informierten die Anwesenden über die Biografien der verfolgten und ermordeten Menschen.
Dass die Nachfahren von Friedrich Ksionseck und Hubert Binek der Ehrung ihrer Verwandten beiwohnten, war für die Initiatoren der Geschichtswerkstatt Teltow e.V. eine ganz besondere Freude. Beim anschließenden Beisammensein im Stubenrauchsaal kam es dann zu schönen Begegnungen und interessanten Gesprächen. Die mittlerweile 42 Stolpersteine in Teltow zeigen: Kein Opfer ist vergessen und wir ziehen Lehren aus dieser schrecklichen Zeit!
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